Reisetagebuch E.H.

Oahu

Kompakt

Am späten Abend landen wir in Honolulu. Ich habe leichte Probleme mich zu akklimatisieren. Es ist recht schwül, wir schlafen noch nicht in unseren Zelten, sondern in einem Backpacker-Quartier in bester Lage von Honolulu-Waikiki.
An den nächsten beiden Tagen haben wir fast „normales” touristisches Programm: Aufstieg zum Vulkankegel Diamond Head, Besichtigung von Ananasplantagen und dem Polynesischen Kulturzentrum. Doch auch eine Wanderung im dichten Tropenwald steht auf dem Programm. Und natürlich baden wir auch im meist stark bewegten, aber angenehm warmen Wasser des Pazifik.

Die Insel

Oahu ist eine der acht Hauptinseln des Hawaii-Archipels. Sie wird auch „The Gathering Place” genannt.
Mit 1557 km² ist sie die drittgrößte der Inseln, die ca. 900.000 Einwohner machen etwa 75% der Bevölkerung des Bundesstaates Hawaii aus.
Oahu ist 64 km lang und 42 km breit. Die Hauptstadt Honolulu mit dem großen Militärhafen Pearl Harbor ist eindeutig das wirtschaftliche Zentrum Hawaiis.
Die Insel ist bergig, bis zu 1200 m hoch. Der Ballungsraum Honolulu erstreckt sich über den größten Teil Oahus, außerhalb der Stadt werden Ananas, Zuckerrohr und andere Tropenfrüchte angebaut.

1. Tag: Anreise

Am späten Abend landen wir in Honolulu. In der Autovermietung müssen wir zwei Wagen mieten, da für unsere Mannschaft (9 Wanderinnen und Wanderer zählt unser Team) kein genügend großer Bus zur Verfügung steht. Fortan ist Martin unser 2. Fahrer. Wir fahren dann zu unserem Backpacker-Quartier, das zwar in nobler lage zwischen den großen Touristen-Hotels in Waikiki liegt, aber eine bescheidene Ausstattung besitzt. Besonders macht mir die feuchte Wärme in den Räumen zu schaffen. Gegen Mitternacht gehen wir noch in das nahegegene Zentrum von Waikiki und nehmen schließlich neben dem Strand noch einen nächtlichen Imbiss ein.

2. Tag: Touristische Attraktionen

Nach dem Frühstück starten wir zu ersten Wanderaktivität. Die Anfahrt ist nicht weit. Dann wandern wir mit vielen anderen, meist asiatischen, Touristen zur 232m hohen Spitze des Diamond Head, ein imposanter Vulkankegel, der noch bis vor wenigen Jahrzehnten militärisch genutzt wurde. Die Bucht von Honolulu-Waikiki lässt sich von hier oben gut überblicken.

Mittags fahren wir nach Norden und besuchen die Dole Plantation, eine touristisch ausgerichtete Ananas-Plantage. Der „Pineapple-King” Jim Dole führte hier am Ende des 19.Jahrhunderts den Massenanbau und die industrielle Verarbeitung  der Ananas ein.
Am Nachmittag fahren wir dann nach La’ie an der Nordwestküste. In den nächsten Stunden besuchen wir das Polynesische Kulturzentrum, das sicherlich weltweit einmalig ist. In unterhaltsamer Form stellen sich hier die polynesischen Kulturen (Samoa, Fidschi, Neuseeland, Hawaii) vor. Hier kann man Tage verbringen.
Am Abend fahren wir dann wieder hinüber zu unserem Quartier in Honolulu-Waikiki.

3. Tag: Wanderung an der Nordwestküste

Noch vor dem Frühstück gehe ich hinunter zum Strand und tauche erstmalig auf dieser Reise in die Wellen des Pazifik ein. Erster Eindruck: Warm und sehr salzig. Man kann sich aber an allen offiziellen Stränden mit Süßwasser duschen.

 Am Vormittag fahren wir wieder hinüber in den Nordwesten. Unweit von La’ie starten wir zu einer Rundwanderung. In einem engen Tal steigen wir in den Trail ein und bekommen erstmalig Kontakt zum tropischen Wald. Man wandert faktisch in einem Treibhaus.Am höchsten Punkt (ca. 200m) haben wir dann Sicht zum Meer. Beim Imbiss jammern die Ersten über Insektenstiche...
Auf der Rückfahrt können wir in einer Badebucht den Schweiß der Wanderung abspülen.
Für unser zweites Tagesziel, eine Glasboot-Tour zu den Korallen, ist es schon zu spät. So fahren wir wieder zu unserem Quartier und beschließen den Abend im Touristenzentrum von Waikiki, bevor wir Morgen nach Kaua’i aufbrechen.

pfeil-li   pfeil-re