Reisetagebuch E.H.

Barcelona

24.08. - 27.08. und 04.09. - 05.09.2016

 

Die Lage und Schönheit von Barcelona wird seit der Antike bis heute gerühmt. Einen Schub erfuhr die Stadt durch die Jugendstilbauten und die Architektur der Moderne. So ist die katalanische Hauptstadt zu einer Touristenmetropole von Europa, ja von der ganzen Welt geworden. Das spürt man sofort, wenn man vom Flughafen kommend am Placa de Catalunya, dem Katalonischen Platz, aussteigt und den Koffer durch die Touristenmeile La Rambla zieht. Mein kleines Hotel lag im Zentrum von Barcelona unweit der Kolumbussäule. So spazierte ich zunächst zum Alten Hafen (Port Vell). Dies war einst das quirlige Seefahrtszentrum der Hafenstadt Barcelona. Nach dem Neubau des Hafens am Fuße des Montjuïc verfielen die Anlagen mehr und mehr. Inzwischen ist der alte Hafen ein schickes Freizeitareal geworden. Über die Brücke Rambla del Mare gelangt man zu dem imposanten Aquarium und auch zum Strand von Barcelona. Dieser wird von den Bewohnern der dichtbebauten Millionenstadt in der langen Sommersaison als wichtigste Freizeit-Oase angenommen. Touristen sind hier in der Minderheit.

Die Sagrada Família ist eine einzigartige römisch-katholische Basilika in Barcelona. Als eine „Predigt aus Stein“ bezeichnete Antoni Gaudí einst den von ihm konzipierten Sühnetempel, der alljährlich von Millionen Menschen aus aller Welt besucht wird. 1882 begannen die Bauarbeiten, 1883 übernahm Gaudí die Bauleitung. Er entwickelte die Konstruktionspläne spontan. Es entstand ein eigener Baustil, ein expressionistischer Symbolismus, der von den heutigen Baumeistern weitergeführt wird. Die Sagrada Família ist inzwischen zu einem weltbekannten Wahrzeichen Barcelonas geworden. Das Bauwerk ist längst noch nicht vollendet, von den geplanten 18 Türmen sind inzwischen 8 gebaut. Trotzdem ist man zuversichtlich, dass mit enormen Spendengeld der Besucher, das Gesamtkunstwerk bis zum 2026 vollendet sein wird.

Das Casa Batlló, als Wohnhaus für den Fabrikanten Batlló gebaut, ist eines der interessantesten Bauwerke Barcelonas. Hier erkennt man in jedem Detail die Hand des genialen Antoni Gaudi. Das schuppenartige Dach bezieht sich auf die Legende des Heiligen Georg, der einen Drachen tötete. Als Schutzpatron von Katalonien und Symbol des Modernismus ist er an zahlreichen Werken Gaudís zu finden. Casa Batlló, das von vielen Zeitgenossen verhöhnt wurde, wird heute von kunstinteressierten Menschen aus aller Welt bestaunt. Für die ebenfalls an der Prachtstraße Passeig de Gràcia gelegene Casa Milà, ebenfalls ein Werk Gaudis besteht ein ähnliches Interesse.

Ähnlich beeindruckt wie von den Bauten Gaudis, ist man beim Besuch des Palau de la Música Catalana, ein weiteres Beispiel des katalanischen Jugendstil. Es wurde Anfang des 20. Jahrhundert von dem damaligen Star-Achitekten Lluís Domènech i Montaner entworfen und steht auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste. Imposant ist vor allem der Konzertsaal des Musikpalastes. Wie auch bei der äußeren Hülle hat hier der Architekt vorwiegend Glas und Keramik zur Gestaltung genutzt. Dass der Saal dabei auch noch eine sehr gute Akustik besitzt, ist besonders verblüffend.

Die Stadt hat neben seinen weltrühmten Bauten noch viel mehr für den Touristen zu bieten. Einiges konnte ich bei meinem 4-Tage-Trip noch kennenlernen. U. a.

  • Besuch des Parc Güell mit Blick auf die Millionenstadt Aufstieg zum 173 Meter hohen Montjuïc , dem Hausberg der katalanischen Hauptstadt mit Blick zum Hafen und zur Stadt
  • Stadtrundfahrt per Fahrrad. Dabei kamen wir auch an der dicken Bronzekatze auf der Rambla de Raval vorbei.
  • Besuch des Marktplatzes La Boquerìa direkt neben der Touristenmeile La Ramblas.
  • Abendlicher Besuch der magischen Fontäne: Font Màgica, ein Gesamtkunstwerk aus Wasser, Musik und Farbe.

Hier nun eine Auswahl der Blider von Barcelona.

pfeil-li   pfeil-re