Reisetagebuch E.H.

Annapurna-Runde Ost: Besisahar - Manang

Kompakt

Nach 2 Tagen in Kathmandu geht es endlich los. Unsere Mannscjhaft - 14 Reiseteilnehmer, Reiseleiter und 10 Nepali - fährt in einem abenteuerlichen Bus von Kathmandu nach Besisahar, dem Ausgangspunkt der Wanderung.
In 6 Tagen durchwandern wir mehrere Klimazonen. Der untere Abschnitt (1000 - 2000m) ist feuchtwarm und von viel Landwirtschaft gekennzeichnet. In Manang (3500m) ist es schon empfindlich kühl.
Nach 3 Tagen sehen wir den Manaslu, den ersten von den großen Eisriesen. Zwischen Pisang und Manang bietet sich uns mit Annapurna II, Annapurna III und Pisang ein fantastisches Bergpanorama.

4. Reisetag: Fahrt nach Besisahar

Nach dem Kulturtag in Kathmandu bricht heute unser Tross zur Annapurna-Umrung auf. Wir sind 15 Deutsche, die von 10 Nepali begleitet werden. Mit dieser Mannschaft ist unser Bus voll besetzt. Busfahren braucht in Nepal seine Zeit. Zunächst stehen wir eine Stunde am Stadtrand von Kathmandu. Auch später, auf der Strecke nach Pokhara geht es teilweise nur langsam voran. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich Besisahar. Die Unterkunft in dem drittklassigen Hotel bleibt nicht in bester Erinnerung.

1. Wandertag: Besisahar - Bahundanda

Start: 8:25 Uhr, Ankunft: 16:00 Uhr (ca. 1,5h Mittagspause an allen Wandertagen)
Höhenmeter: +879 / -54m
Zum Frühstück esse ich Porridge (in Wasser gekochte Haferflocken mit Obst) und tibetanisches Brot (Brotteig in Fett gebacken). Mit diesem Essen kommt man sicher bis zur Mittagsrast.
Nach dem Frühstück startet unsere Gruppe vor dem Hotel in Besisahar. Die Träger haben sich von jeweils von zwei Wanderern das Hauptgepäck aufgeladen. Die Luft ist auf dem ersten Wanderabschnitt vom Regen der letzten Nacht noch sehr feucht. Wir queren etliche Seilbrücken, bevor wir gegen 14:00 unsere Mittagsrast einnehmen. Nach der Pause folgt ein ziemlich heftiger Aufstieg zum Etappenziel Bahundanda. Unsere Lodge ist besser als das Hotel in Besisahar.

2. Wandertag: Bahundanda - Tal

Start: 8:15 Uhr, Ankunft: 17:45 Uhr
Höhenmeter: +1320 / -945m
Der heutige Tag hat es in sich (sieher Höhenmeter). Zunächst laufen wir an Reisterrassen vorbei. Immer wieder geht es rauf und runter, um in der Nähe des Flusses zu bleiben. Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir die schöne Lodge im breiten aufgestauten Flusstal in Tal oberhalb eines imposanten Kataraktes. ( nepalesisch Tal:  See)
Elektrischer Strom ist nicht vorhanden, die warme Dusche ist uns wichtiger.

3. Wandertag:  Tal - Dankyu

Start: 8:10 Uhr, Ankunft: 14:20 Uhr
Höhenmeter: +747 / -238m
Im Gegensatz zu gestern ist es heute ein leichte Etappe. Schon am frühen Nachmittag erreichen wir unser solides Gasthaus in Danakyu. Wir sind nun schon auf 2210m Höhe und es wird nach Einbruch der Dunkelheit recht kühl.

4. Wandertag: Danakyu - Chame

Start: 8:20 Uhr, Ankunft: 14:10 Uhr
Höhenmeter: +785 / -308m
Heute haben wir den ersten harten Tag erlebt: Regen vom Anfang bis zum Ende.
Teilweise wird der Weg von dem Schlamm verschüttet. Bei einer Temperatur von 7grd C kommen wir ziemlich durchnässt und durchfroren in unserem Hotel in Chame an. Im Gastraum steht jedoch ein Ofen, wir können die pitschnassen Stiefel und Strümpfe wieder trocknen.
Nach dem Mittagsschlaf ist der Regen vorbei. Erstmals können wir nun zum Manaslu blicken.

5. Wandertag: Chame - Lower Pisang

Start: 8:20 Uhr, Ankunft: 15:30 Uhr
Höhenmeter: +750 / -235m (zusätzlich Upper Pisang +-140m)
Nach dem gestrigen Regentag ist es heute wieder angenehmer. Der Weg ist oft sehr weich,öfters müssen wir Erdrutsche umgehen. Dann geht es auf ein Hochplateau (3100m) hinauf. Erstmalig werden wir hier mit Schnee konfrontiert.
Nach der Ankunft in Lower Pisang steigen wir am Nachmittag noch nach Upper Pisang hinauf und besichtigen ein neu rekonstruiertes Kloster.
Abends in der Herberge ist es recht kalt. Erstmalig friere ich (vorübergehend) im Schlafsack an die Füße.

6. Wandertag: Lower Pisang - Manang

Start: 8:05 Uhr, Ankunft: 18:05 Uhr
Höhenmeter: +1.023 / -676m
Die Entscheidung, den oberen Weg von Lower Pisang nach Manang zu wählen, war goldrichtig. Der 550m-Aufstieg nach Ghyaru am Anfang der Etappe schmerzt zwar, doch das fantastische Panorama zum Annapurna-Massiv und zum Pisang entschädigt dafür. Der Weg führt dann in einer Höhe von 3600m an Feldern vorbei, von denen das letzte Getreide geerntet wird! Später sehen wir erstmalig die halbwilden Yaks auf den Weiden neben dem Weg. Zu Mittag sind wir in dem kleinen Dorf Nawal (3700m). Dann wandern wir wieder in das Marsyandy-Tal hinunter. Kurz vor Manang steigen wir noch in Braga zum Kloster hinauf und werden heute am Donnerstag, in den buddhistischen Gottesdienst mit einbezogen. Das Quartier in Manang ist ok. Der Gastraum ist am Abend geheizt und so können wir uns auf die kommenden Hochgebirgstouren einstimmen.

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